1.05.2018

Aktuell: Eichenprozessionsspinner-Befall

Eichenprozessionsspinner sind Schädlinge, die saisonal akut und zum Teil in großen Mengen auftreten. Sie stellen eine ernste Gefährdung von Menschen und Haustieren dar und müssen umgehend bekämpft werden. Wir stehen Ihnen für eine Beseitigung jederzeit zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an:

+49 (0) 171  / 89 62 836

Weitere Informationen zu den Eichenprozessionsspinnern finden Sie nachfolgend oder unter wikipedia.de.

Eine aktuelle Karte der Ausbreitung in Bayern und Unterfranken bietet die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft hier. Selbstverständlich übernehmen wir jedoch auch die Bekämpfung der Schädlinge in Hessen und Baden-Würtemberg.

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Der Eichenprozessionsspinner

(Thaumetopoea processionea) ist ein Pflanzen- und Gesundheitsschädling, der – wie der Name schon sagt – vornehmlich an Eichenbäumen auftritt. Betroffen sind zumeist die Gattungen Roteiche, Traubeneiche und Stieleiche.

Der Name der Eichenprozessionsspinner leitet sich von ihrem typischen Verhalten ab, von ihren Nestern aus gemeinsam in Kolonnen in die Eichenkronen zu Wandern (prozessieren), um sich dort von Blättern zu ernähren. Sie bevorzugen ein trocken-warmes Klima und neigen in sehr trockenen Jahren zur Massenvermehrung und geographischen Ausbreitung. Als „Sonnenanbeter“ findet man Eichenprozessionsspinner in der Regel in licht bewachsenen Eichenwäldern, an südlichen Waldrändern sowie an einzelnen Eichenbäumen vor.

Gefahren durch Eichenprozessionsspinner-Befall

Dabei ist vor weniger ihre Schädlichkeit für Pflanzen, sondern vielmehr ihre Rolle als Gesundheitsschädling von Bedeutung:

Die Larven, also die Raupen der Eichenprozessionsspinner verfügen über einen wirksamen Verteidigungsmechanismus, der sie vor ihren Fressfeinden schützt. Die giftigen Raupenhaare können aber auch beim Menschen schwerwiegende gesundheitliche Schäden und allergische Symptome hervorrufen. Dazu gehören unter anderem Hautausschlag (die so genannte ‘Raupendermatitis‘), eine Entzündung der Augen und massive Beeinträchtigung der Atemwege bis hin zu allergischen Schockreaktionen.

Seine Pflanzenschädlichkeit hält sich dagegen in der Regel in Grenzen: Die Raupen können zwar für kurzzeitige, erhebliche Beeinträchtigung der befallenen Bäume durch Lichtungs- oder sogar völligen Kahlfraß sorgen. Dank der großen Regenerationskraft der Eichen führt dies jedoch nur selten zu einer dauerhaften Beeinträchtigung.

Bekämpfung

Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner:

Gefährdungszeitraum

Die prinzipielle Gefährdung durch den Eichenprozessionsspinner erstreckt sich auf das gesamte Jahr. Es existieren jedoch Zeiträume mit erhöhtem Gefahrenpotential. Vor allem zwischen Ende Mai und September. Nachdem das überwinterte Gelege mit Einsetzen des Blattwachstums erwacht und die Raupen geschlüpft sind, beginnt der Eichenprozessionsspinner etwa Ende Mai damit, seine giftigen Raupenhaare auszubilden. Während des mehrere Wochen andauernden Raupenstadiums ist die Gefährdung für Menschen am höchsten. Zwischen Ende Juni und Anfang Juli verpuppen sich die Eichenprozessionsspinnerraupen in ihren Gespinstnestern. Etwa Ende Juli bis Anfang August verlassen sie den Kokon, um das nur wenige Tage währende Leben als als ungefährliche Schmetterlinge anzutreten.

Das Gefährliche: Die an den Eichen verbleibenden Gespinst-Nester bleiben das ganze Jahr über gefährlich, da die darin enthaltenen Raupenhaare und Kokonreste durch den Wind bis weit in die Umgebung getragen werden. Außerdem reichern sie sich am Boden in der Nähe der Bäume an und stellen so eine dauerhafte Gefahr für Passanten und Tiere dar.

Die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners

Seit etwa 20 Jahren ist in Deutschland eine deutliche Zunahme der Vorkommen und eine ebenso deutliche geographische Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in Baden-Württemberg, Nordbayern/Franken und in Brandenburg zu verzeichnen. Zusätzlich ist seit den heißen Sommern 2003 und 2006, eine deutliche Ausbreitung auf Teilgebiete der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt sowie Brandenburg und Berlin zu beobachten. Damit zusammenhängend steigt natürlich auch die Zahl der Krankheitsfälle, die durch Kontakt mit den Raupen auftreten.Vor allem der Klimawandel mit seinen in den letzten Jahren deutlich wärmeren und trockeneren Sommern sowie milderen Wintern begünstigt die Populationszunahme und Ausbreitung. Dieses Klima, verbunden mit geringen Regenmengen während der Entwicklung der Larven in April und Mai, kommt der Entwicklung der Eichenprozessionsspinner deutlich zu Gute.

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